Zusammenfassung: CATs auf dem „heißen“ Stuhl

Dieser Abend war eine besondere Herausforderung. Denn wir haben die übliche Toastmasters-Komfortzone verlassen und uns ins „wahre Leben“ begeben. Denn ob Abteilungssitzung, Teambesprechung oder Präsentation vor dem Vorstand – in solchen Situationen geht es alles andere als fair, angenehm und wertschätzend zu. Wen interessiert schon der Inhalt, wenn man sich profilieren und die ungeliebte Konkurrenz bloßstellen kann? Wir haben uns dieser Situation gestellt und trainiert, wie wir dennoch als Winner daraus hervorgehen.

Ein Abend voller Kreativität

Unser Treffen am 6. März stand unter dem Motto „Kreativität“. Wir begaben uns in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Denn  Kreativität braucht Freiraum und diesen haben wir uns an diesem Abend gegönnt. Jeder einzelne Toastmaster hatte die Chance sich intensiver in den Abend einzubringen. Vorbereitete Reden gab es deshalb nicht.

Präsentieren mit PechaKucha

Redest Du noch oder begeisterst Du schon? PechaKucha (sprich: petschaktscha, japanisch für „wirres Geplauder, Stimmengewirr“) wurde 2003 in Japan entwickelt und hilft, dem sprichwörtlichen „Tod durch PowerPoint“ zu entkommen. Das heißt für Deinen Vortrag: Du nutzt genau 20 Folien, auf die Du in je 20 Sekunden eingehst. Du kommunizierst also genau 6:40 Minuten mit Deinem Publikum – die optimale Redezeit für alle Toastmasters.

Als PechaKucha-Redner arbeiten wir ganz ohne Fernbedienung, weil die PowerPoint-Folien automatisch nach 20 Sekunden weiterschalten. Mit PechaKucha trainieren wir also nicht nur Spontaneität und Schlagfertigkeit, sondern gerade auch die zeitgenaue Präsentation.

Vor allem aber sind PechaKucha-Nächte weltweit kurzweilig-unterhaltsame Abend – so auch bei den Cologne Advanced Toastmasters (CATs)…und genau so kam es dann auch. Gleich vier Redner haben ihre PechaKucha-Präsentation gezeigt:

Stephen’s „Tod durch PowerPoint“ war eine Mischung aus bewusst schlecht aufbereiteten PowerPoint-Folien – weil textlastig mit teils sehr kleiner Schrift, mehrsprachig, etlichen Untertiteln und allzu bunten Seiten. Wunderbar auf den Punkt, wie man eine Rede keinesfalls halten sollte.

„Liebe dein Lampenfieber!“ war das Motto für Anne Kathrin. Sie zeigte uns anschaulich und bildhaft, wie wir uns auf unsere Vorträge vorbereiten und freuen können, ohne allzu nervös auf die Bühne zu kommen.

Christian Bl. kennt „Das Erfolgsrezept des Silicon Valley!“ Angefangen bei Steve Jobs, über Firmen wie Adobe, Apple, Facebook und Google bis hin zur Globalisierung waren die Themen weitgestreut und doch auf den Punkt gebracht.

Schließlich hat uns Thomas erklärt, „Warum du dir jetzt eine Immobilie kaufen solltest“. Mit einer simpel-anschaulichen Berechnung wurde uns deutlich, dass der Erwerb von Immobilien der entscheidende Hebel ist, um unser Eigenkapital zu schonen.

Die Feedbacks waren kritisch-konstruktiv wie immer. Was das besondere Format der CATs auszeichnet: Die Redner nehmen unmittelbar nach der Bewertungsrede erneut Stellung, indem sie ihren Standpunkt verdeutlichen und die Bewertungen sinnvoll ergänzen – natürlich ganz subjektiv, aber umso interessanter.

Natürlich kamen auch die Stegreifreden nicht zu kurz: Sechs Folien á 20 Sekunden für jeden Redner, mit bunt zusammengewürfelten Fotos, die in keinem Zusammenhang standen. Da waren Kreativität und Verbindungen zwischen den einzelnen Fotos gefragt – aber als fortgeschrittene Redner war es genau das richtige, um einen unterhaltsamen Abend zu genießen.

Wer mehr über PechaKucha wissen möchte: Eine ausführliche Beschreibung und zahlreiche Reden kannst du online auf www.pechakucha.org finden. Und vielleicht sehen wir uns ja eines Tages auf einer PechaKucha-Nacht wieder – oder direkt bei einem der Toastmasters-Treffen!

Vorsicht Kamera!

Interviews vor der Kamera war das Thema unseres Treffens am 5. September 2016.

Manche Redner sagen, dass die Kamera für fortgeschrittene Redner das ist, was für den Redeanfänger die Bühne ist – eine „Lampenfieber-Erzeugerin“. Und analog dem Rezept für Anfänger lautet das Rezept für Fortgeschrittene ebenfalls Gewöhnung, Übung und Beherrschung – in diesem Falle an und vor der Video-Kamera. Der Abend bestand aus zwei Blöcken:  Stegreifreden und Experten-Interview. Jeweils vorher wies uns Christian Block in die Geheimnisse des Ablaufs von Interviews, Fragetechniken, Verhalten vor der Kamera ein.