Samstagmorgen in Chicago – vertraute CATs zu Besuch bei den Polyglots

Deutsches Redetreffen bei den Polyglots in den USA

So als wäre man nur einen Katzensprung 🐈 voneinander entfernt, trafen sich die Polyglots und die CATs zu einem gemeinsamen Toastmasters-Treffen. Dass in Wahrheit sieben Stunden Zeitunterschied zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern liegen, merkte man erst als bei den CATs die Deckenlichter angingen, während die Polyglots gerade ihren Frühstückkaffee tranken.

Bevor das Meeting begann, hielten die Polyglots ihre Geschäftssitzung ab. Kurz und knackig wurde das Jubiläumstreffen am 20. März anlässlich des 30sten Geburtstages des Clubs 🎉besprochen, der Besuch zweier deutscher Clubs angekündigt und der Planungsstand von Hybridtreffen kommuniziert. Auch für ihre Geschäftssitzung machten die Polyglots keine Ausnahme: Alles wurde auf Deutsch beredet.

Dann läutete Präsidentin Barbara H. das Clubtreffen mit einer herzlichen Gästebegrüßung und dem ersten Programmpunkt, der Fabel „Die Milchmagd und ihr Eimer“, ein. Die Botschaft: Wir sollten unser Leben im Hier und Jetzt über unsere Pläne für die Zukunft nicht vergessen. Nach Übergabe der Leitung an die Moderatorin des Abends Betsy musste Barbara H. das Treffen leider verlassen.

Betsy stellte den Ablauf des Abends vor und übergab dann an Bob, der das Wort des Tages vorstellte. Fein vorbereitet mit Bild und detaillierter Erklärung und einem verschmitzten Lächeln präsentierte uns Bob … „Das Klo“ 🚽. Wer hätte gedacht, dass Julian später eine Rede halten würde, in der „Das Klo“ eine wichtige Rolle spielen sollte. Aber eins nach dem anderen.

Denn vor den Reden führte uns Barbara L. in das Purzelunkraut 🤸‍♂️– eine Art Redenkette, in der alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen kleinen Beitrag leisten – ein. Ein bunter Redenteppich über Hunde, Neugeborene, Impfstoff, Sonnenbad, Zufriedenheit, den Geburtstag des Großvaters, Deutschprüfung, gegensätzliche Meinungen, Neusöhne und Neutöchter entstand.

Gleich im Anschluss an das Purzelunkraut ging es mit den spontanen Tischreden weiter, die von Jutta moderiert wurden. Julian erläuterte, wieso der Monat April am besten zu ihm passt, Andrea sehnte sich in die Rolle der Chefredakteurin des Toastmasters Magazins, um über die formidable CATs Tour zu berichten und Frank begründete, wieso der Buchstabe M für ihn so passend sei.

Nach einer Pause betrat Julian als erster vorbereiteter Redner die Bühne. Er versetzte sich in die Rolle des lockigen Pudels Bello 🐩, der sich über die Klobesuche seines Herrchens wundert. Denn Gassigehen ist für einen stolzen Pudel natürlich viel mehr als das Entleeren der Blase. Da geht es um Revier, Rudel und Rüden, wie wir lernten. Julians Rede wurde gekonnt und wertschätzend von Dietmar ausgewertet.

Die zweite Rede hielt Jutta über Einkäufe in Gebrauchtwarenläden. Während sie zunächst skeptisch war, dass man dort überhaupt Nützliches in gutem Zustand finden könne, kauft sie dort nun regelmäßig ein. Jutta ermunterte uns, es selbst einmal auszuprobieren, denn man könne dort wahre Schätze finden. Juttas Rede bewertete Bill eloquent und auf den Punkt.

An die Reden knüpfte ein Kurzseminar über Pathways von Barbara L. an. Mit Ausdauer, technischem Geschick und reichem Wortschatz erläuterte Barbara die vielen Details der Navigation auf der Pathways-Seite. Jutta lobte in ihrer allgemeinen Bewertung den gelungenen Verlauf des Abends. Eugenia testete unsere Erinnerung und stellte Fragen zu den Reden. Christian hob als Grammatiker die vielen sprachgewandten Formulierungen hervor und gab Tipps für die weitere Verfeinerung der Sprache. In seinen abschließenden Worten zeigte sich Roger von den vielfältigen Rollen im Abend beeindruckt, war aber ein wenig überrascht, dass man den Ausdruck „PC“ nicht kennt, wo es doch die Abkürzung des englischsprachigen „personal computer“ sei. Bob, der selbst aus dem technischen Feld zu kommen schien, klärte uns auf, dass ITler den Computer einfach „the box“ nennen.

An diesem Morgen 🌞 und Abend 🌜 hatten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer viel gelernt und eine unterhaltsame Zeit verlebt. Typisch Toastmasters eben 😊

Der US-amerikanische Toastmasters Club Polyglots, in dem Deutsch gesprochen wird, freut sich immer über Gäste. Wenn Du mehr über die Polyglots erfahren möchtest, schaue doch hier nach: Website und Meetup.

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